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Anschluss-Wirrwarr: HDMI vs DisplayPort vs DVI vs USB-C vs VGA

Es gibt kaum etwas Undurchsichtigeres als das Anschluss-Wirrwar. Es ist mir also ein wichtiges Anliegen Dir alle Anschlussvarianten und ihre Einsatzgebiete vorzustellen.

Vielen Gaming-Monitoren ist auf den ersten Blick nicht anzusehen, ob sie tatsächlich die neuste Norm unterstützen. Denn hinter den Spezifikationen stecken nicht nur neue, technische Finessen, sondern auch handfeste Verbesserungen in Sachen Auflösung oder Bildwiederholungsfrequenz.

Primär tangieren PC-Nutzer viel häufiger die Grenze des technisch Möglichen. Grund dafür ist die Verwendung von alten Geräten oder ein nicht aufeinander abgestimmtes Setup. Neben der Etablierung von Ultra HD alias 4K auf dem Massenmarkt scheint noch lange nicht das Limit des Pixelwahns erreicht.

Nahezu jedes Gerät wie Laptop, Tablet, Fernseher, PC und der zugehörige Monitor besitzen ihr eigenes Repertoire an Anschlüssen. Unsere ausführliche Übersicht über die gängigsten Schnittstellen für Gaming-Monitore hilft Dir auf die Sprünge. In den folgenden Zeilen erhältst Du alle wichtigen Informationen für Dich als Zocker.

Die typischen Anschlusstypen

  • HDMI
    Überträgt Video- sowie moderne Audiosignale und unterstützt den HDCP-Kopierschutz.
  • DisplayPort
    Speziell für PC-Anwender mit hohen Anforderungen an Leistungsfähigkeit entwickelt. Erlaubt höchste Auflösungen in Kombination mit schneller Refresh Rate.
  • DVI
    Ein vielfältiger Standard, der zur reinen Übermittlung von Videosignalen dienlich ist. Damit erhältst Du zwar nur Full HD, aber dafür bis zu beachtlichen 144 Hz.
  • VGA
    Ein Dinosaurier aus längst vergangenen Tagen der analogen Bildübertragung. Dieser wird heute nur in absoluten Ausnahmefällen genutzt. Daher solltest Du die Finger davon lassen.
  • USB Type-C
    Eine neue Schnittstelle, die gleichzeitig in beide Richtungen Signale verschicken kann. Sie überträgt Audio, Video, Daten und dient sogar als Stromlieferant mit Ladefunktion für Mobile-Devices.

Alle Anschlüsse in der Übersicht

Die unten aufgeführte Tabelle gewährt Dir einen kompakten Einblick über gängige Anschlussverfahren mit all ihren Stärken und Schwächen.

HDMI 1.4HDMI 2.0vsl. Q3 2017: HDMI 2.1DisplayPort 1.1DisplayPort 1.2DisplayPort 1.3Displayport 1.4DVI
(DVI-D im Dual-Link)
VGA
Wichtigste Auflösungen3840 x 2160p – 24 Hz
1920 x 1080p – 24 Hz (3D)
3840 x 2160p – 60 Hz
1920 x 1080 – 144 Hz
7680 x 4320p – 60 Hz
3840 x 2160p – 120 Hz (3D)
3840 × 2160p – 30 Hz
1920 x 1080 – 144 Hz
3840 x 2160p – 60 Hz
2560 x 1440p – 144 Hz
7680 x 4320 – 30 Hz
3840 x 2160 – 120 Hz
1920 x 1080 – 144 Hz
7680 x 4320 – 60 Hz
3840 x 2160 – 120 Hz
1920 x 1080 – 144 Hz
2560 x 1600 – 60 Hz
1920 x 1080 – 144 Hz
1920 x 1080 – k.A.
Maximale Bandbreite10,2 GBit/s18 GBit/s38,4 GBit/s8,64 GBit/s17,28 Gbit/s25,9 GB/s32,4 GB/s7,44 GBit/sk.A.
Ton-ÜbertragungJaJaJaJaJaJaJaNein
3D-ÜbertragungJaJaJaNeinJaJaJaNeinNein
Daisy-Chaining
(Mehrere Monitore mit einem Kabel)
NeinJaJaNeinJaJaJaNeinNein

Was ist HDMI: Entertainment-Ass im Zusammenspiel von TV und PC

HDMI hat längst seinen Siegeszug hinter sich gebracht und erfreut sich in nahezu jedem Wohnzimmer und PC-System hoher Beliebtheit. Das High-Definition Multimedia Interface ist kein Exot und aus diesem Grund mit einer breiten Palette an Geräten kompatibel. Nur bringt HDMI Dir auch die optimale Leistung als Gamer?

Wenn Du keine besonders hochgesteckten Ansprüche hegst, liefert Dir HDMI 2.0 heute auf 4K-Auflösung bis zu 60 Bilder pro Sekunde auf den Bildschirm. Für optisch schöne, aber langsame Spiele oder Spiele auf der Konsole perfekt geeignet.

Viele ältere Monitore oder TVs nutzen nur den HDMI-1.4-Standard. Hier endet das Vergnügen bereit bei 30 Hz in hochauflösenden 3840 x 2160 Pixeln – für Zocker kaum zumutbar und nur bei bestimmten Spielgenres gerade noch akzeptabel. Grund hierfür ist die reduzierte Bandbreite.

Mehr Pixel bedeuten ein größeres Datenvolumen, welches über das Bindeglied Signalkabel an den Bildschirm weitergeleitet werden muss. Ist diese „Straße“ zu eng für das „Verkehrsaufkommen“, bildet sich zwangsläufig ein Stau und die Geschwindigkeit fällt ab.

HDMI 1.4 bietet 10,2 Gbit/s. Sein Nachfolger HDMI 2.0 erhöht diese Grenze auf 18 Gbit/s. Dies stellt aber nur den theoretischen Spitzenwert dar. In der Praxis bleibt die maximale Geschwindigkeit manchmal hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Bei der Anschaffung eines neuen Gaming-Monitors solltest Du auf mindestens HDMI 2.0 wert legen. Damit erreichst Du eine Refresh Rate von 144 Hz bei einer Full HD-Auflösung. Es reicht sogar für 4K, allerdings nur mit 60 Hz.

Kein Champion, aber dafür mit einzigartigen Merkmalen

HDMI besitzt wichtige Alleinstellungsmerkmale. Es ist in der Lage, unkomprimierte Datenformate zu übertragen und vereint alle relevanten Signalarten für aktuelle Medien in nur einem Strang. Darunter fallen auch spezielle Übertragungsarten für Ton wie Dolby Digital Plus. Deswegen stellt es die erste Wahl für den Großteil Deiner Multimedia-Geräte dar.

Gleichzeitig erlaubt HDMI Dir dank der Integration von HDMI-CEC mehrere Endgeräte gleichzeitig mit nur einer Fernsteuerung zu bedienen. Dieses Feature bewahrt Dich also bei der Nutzung von zusätzlicher Hardware vor dem Fernbedienungs-Overkill. Eine einheitliche Bedienung, um Sie alle zu knechten, wurde dank HDMI erst Realität.

Als Auslöser für die permanente Hatz nach mehr Bandbreite gilt der stetige Anstieg von Filmmaterial und Computerspielen mit 4K-Unterstützung. HDMI-2.0 unterstützt also 3840 x 2160 Pixel in 60 Hz oder beschleunigt die immer noch attraktive Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln auf satte 144 Hz.

Weitere Vorteile ergeben sich auf dem Feld der Farbwiedergabe. Aktuelle HDMI-Technik glänzt mit einer ausgesprochen farbenfrohen Signalübertragung. Der Wandel von ehemalig lediglich 8-Bit-Farbtiefe hin zu 10 Bit oder sogar 12 Bit wurde damit vollzogen.

Doch warum brauchst Du überhaupt ein solch hohes Maß an Detailinformation? Das Stichwort lautet HDR (High Dynamic Range) als ein weiterer Meilenstein hin zu noch mehr Farbtreue, Zeichnung in Schatten und Lichtbereichen sowie einer schlicht atemberaubenden Bildqualität.

Anders als Dein Augen können Digitalkameras oder gewöhnliche Bildschirme nicht so deutlich zwischen Helligkeit und Dunkelheit differenzieren. Du siehst selbst bei starkem Sonnenlicht im schattigen Gebüsch noch feine Details wie Äste, Muster auf den Blättern oder winzige Steine.

Ohne HDR gehen Dir diese feinen Nuancen verloren und werden meist als breiiger, kontrastarmer „Einheitsmatsch“ präsentiert. Ähnliches zeigt sich auch bei gleißend weißen, ausgebrannten Wolken, in denen keine zarte Verwirbelung mehr auszumachen ist. HDR bietet damit ein naturgetreueres Seherlebnis und dieses neue Feature findet immer häufiger auf Ultra HD Blu-rays seinen Weg in Dein Wohnzimmer.

Was ist DisplayPort: 4K-Auflösung mit 144 Hz und Audiosupport

Vor der Einführung von HDMI 2.0 führte nur ein Weg ins Reich des 4K-Entertainments: DisplayPort (DP) war und ist die primäre Anlaufstelle, wenn es um brachiale Leistungswerte geht. Dabei gibt es auch hier schon wieder mehrere Versionen vom DisplayPort und ich stelle Dir jede vor.

Das inzwischen veraltete DisplayPort 1.2 war bereits fähig, 4K/UHD mit 60 Bildern pro Sekunde dank einer Bandbreite von 17,28 Gbit/s anzuliefern. Dieser Standard ist bei vielen Geräten immer noch allgegenwärtig. Das beeindruckende Vermächtnis des ehemaligen Leistungskönigs wird mittlerweile von DP 1.3 sowie DP 1.4 fortgeführt.

Sagenhafte 25,92 Gbit/s stehen Dir damit theoretisch zur Verfügung. In konkreten Zahlen bezüglich der Auflösung bedeutet das den ersten Schritt hin zur 8K-Darstellung von Bildmaterial. Entsprechende Geräte, die 4K spürbar übertreffen, nehmen eine Sonderstellung für bestimmte Berufsgruppen ein, gelten als kostspielig und noch nicht reif für den Massenmarkt.

Viel interessanter für Dich als Gaming-Fan dürfte der Support für Bildwiederholungsraten von 144 Hz in Kombination mit 4K durch DisplayPort 1.4 sein. DP 1.3 bringt es immerhin auf 120 Hz, während der noch recht verbreitete Vorgänger DP 1.2 lediglich 60 Hz anbietet. Dafür gewährt dieser 144 Hz bei 1440p (2560 x 1440 Pixel). Beim Urgestein DisplayPort 1.0 musst Du Dich für den Spielbetrieb in 144 Hz auf Full HD beschränken.

Bei der Anschaffung eines neuen Gaming-Monitors solltest Du definitiv auf DisplayPort 1.2 achten. DP 1.3 oder gar DP 1.4 ist noch nicht so weit verbreitet, aber wenn Du die Möglichkeit hast, dann greif zu, denn DP 1.4 wird vermutlich bis zum Ende unseres Lebens der Standard sein.

Für Multi-Monitor-Setups und ruckelfreies Spielvergnügen die beste Wahl

Welche Vorteile hat DisplayPort neben der Eigenschaft als rasanter Pixelbomber noch für Dich in petto? Das Stichwort lautet DaisyChain. Die Schnittstelle erlaubt Dir das Betreiben mehrerer Monitore über nur einen Ausgang.

Der Hauptmonitor muss zu diesem Zweck einen Anschluss zur Weiterleitung des Signals an die benachbarten Geräte besitzen. Die Methode gilt als erprobt und in der Regel leicht einzurichten. Natürlich wird angesichts der hohen Auslastung durch multiple Bildschirme selbst das Leistungsstarke DP 1.4 irgendwann zum Flaschenhals.

Zwei 4K-Bildschirme lassen sich ab DisplayPort 1.3 und höher parallel schalten, während DP 1.2 auf Full HD limitiert bleibt. Ältere DP-Ableger gestatten die Nutzung von DaisyChain hingegen nicht.

Derartige Pixelmengen mit hohen Bildraten kann keine aktuelle Grafikkarte ausreichend im Spielbetrieb moderner 3D-Titel bedienen. Hier können nur Multi-GPU-Setups die benötigte Rechenpower zur Verfügung stellen.

Spiele und Hardware besitzen zudem ihre eigenen Schwachpunkte. Häufig führen kleine Unstimmigkeiten zu leichten Schwankungen in den Bildraten, die bei eingeschalteter Bildsynchronisation (V-Sync) spürbare Ruckler trotz potenter Hardware erzeugen.

Lange Zeit war die einzige Alternative nur das Abschalten von V-Sync und die Inkaufnahme von einer zerschnittenen Bilddarstellung (Tearing) bei schnellen Kameraschwenks. DisplayPort befreit Dich mit kompatibler Hardware aus dem Dilemma und bietet Dir als Enthusiast vollen Support für NVIDIAs G-Sync und AMDs FreeSync.

Diese adaptiven Bildratentechniken passen die Monitorfrequenz den FPS Deiner Grafikkarte an. Selbst wenn die permanent eingestellte Hz-Rate des Monitors nicht rechtzeitig von der GPU bedient werden kann, bleiben Ruckler und Tearing aus.

So kannst Du Dir als Gamer ruhigen Gewissens Geräte mit entsprechender Funktionalität und höheren Hz-Raten gönnen. Schwankungen werden Dir beim Zocken garantiert nicht mehr böse aufstoßen.

Was ist DVI: Klassiker für bis zu 144 Hz in Full HD

DVI, auch als Digital Visual Interface bezeichnet, hat viele Gesichter. In aller Regel dient es zur digitalen Signalübertragung für den Videobereich. Lange Zeit war dies der gängige Standard an PC-Bildschirmen und bietet auch heute noch eine zumindest solide Leistung für durchschnittliche Systeme.

DVI-A verarbeitet ein reines Analogsignal und teilt sich damit alle Schwächen des schon fast legendären VGA. Dieser Anschluss markiert inzwischen eine echte Rarität und findet in modernen Geräten im Konsumentenmarkt zurecht keine Berücksichtigung mehr.

Mehr Aufmerksamkeit solltest Du den digitalen Vertretern der Familie, DVI-D sowie DVI-I (unterstützt analoge sowie digitale Übertragung), widmen. Beide Sorten gibt es zudem mit Single-Link sowie Dual-Link in zwei unterschiedlichen Ausführungen. Ein leichtes Identifikationsmerkmal ist die Anzahl an Kontaktstiften des Steckers.

Dual-Link-Varianten bieten eine volle Belegung mit insgesamt 24 + 1 Pins, während Single-Link nur 18 + 1 vorzuweisen hat. Schlusslicht bildet das alte DVI-A mit lediglich 12 + 5 Kontakten. Unterschiede durch die Pinbelegung zeigen sich in der maximalen Bandbreite des Kabels.

  • Single-Link nutzt nur 4 Gbit/s und erreicht Auflösungen bis zu 1920 x 1200 Pixel in 60 Hz.
  • Dual-Link verdoppelt die Leistung auf 7,92 Gbit/s und liefert damit bis zu 2560 x 1600 Pixel auf dem Monitor ab.

Sofern Du ein älteres PC-System nutzt, kann DVI-D vollkommen Deine Anforderungen befriedigen. In der Dual-Link-Variante erreicht es immerhin flotte 144 Hz mit Full-HD-Auflösung. Wenn es Dich allerdings nach deutlich höheren Auflösungen dürstet, bleibt nur der Wechsel auf DisplayPort oder HDMI 2.0.

Was ist VGA: Analogtechnik und Alteisen aus einer längst vergangenen Epoche

Ein wirklich alter Knochen und dennoch hin und wieder noch Gratisbeigabe beim Kauf von Low-Budget-Monitoren ist der VGA-Anschluss. Über Jahrzehnte diente Video Graphics Array als zuverlässige Schnittstelle zur Übertragung analoger Videosignale. Alternative Bezeichnungen wie D-Sub oder RGB-Connection sind ebenfalls bei vielen Spezifikationen älterer Monitore anzutreffen.

In der Theorie gewährt Dir das analoge Verfahren ohne Probleme eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (Full HD). Ein kritischer Blick verrät jedoch die störende Schwäche dieser Technologie. Durch die digitale Umwandlung des Signals verschlechtert sich die Bildqualität und auch die Refresh Rate.

Was ist USB-C: Allrounder für Daten- und Signalübertragung für Laptops

Der Universal Serial Bus (USB) ist schon seit Mitte der Neunziger fester Bestandteil von PC-Systemen und diente fortan als Dataport für mobile Datenträger oder Schnittstelle für Peripherie. USB Typ-C führt eine entscheidende Änderung am Stecksystem ein.

Der Anschluss gilt von nun an als verdrehsicher. Somit spielt es keine Rolle, ob Du ein passendes Kabel oder einen Stick mit Typ-C-Anschluss normal oder kopfüber anbringst. Die kompakte Bauform läutet zudem eine Ära verbesserter Kompatibilität über eine große Anzahl von Plattformen hinweg ein.

PC-Systeme, Laptops aber auch viele Smartphones werden zukünftig vermehrt mit diesem Anschluss ausgerüstet und sollen Adapter überflüssig machen. Funktionell gibt es dafür gute Gründe:

Er unterstützt neben der bidirektionalen Übertragung von Dateien auch die Qualitäten eines reinrassigen Digital-Signalkabels für Video- und Audioübertragung. Als Extra liefert er zudem Ladungsströme mit bis zu 100 Watt (USB-PD/Power Delivery) und frischt Energiereserven von Tablets, Laptops und Smartphones per Schnellladefunktion äußerst zügig wieder auf.

Satte 1200 MB/s stemmt die neue Schnittstelle in Verbindung mit USB 3.1 Gen2. Der größte Vorteil liegt in der großen Protokollauswahl. USB Typ-C beherrscht in der Theorie HDMI, MHL, Thunderbolt, DisplayPort, PCIexpress für externe Grafikkarten und zahlreiche Audiosignale. Selbst Marktriese Apple, der für seine proprietären Sonderlösungen bekannt ist, rüstet seit 2016 nach und nach sein Angebot auf den USB-Typ-C-Standard um.

Vorsicht bei der Wahl von USB-C- Anschlüssen

Hersteller sorgten bei der Markteinführung dank mangelnder Transparenz bezüglich der Leistungseigenschaften der neuen USB-Generation für reichlich Verwirrung. Das ältere USB 3.0 wurde einfach in USB 3.1 Gen1 umbenannt und verführt Neukunden beim Kauf zum Irrglauben, ein Gerät mit dem neusten USB-Standard in den Händen zu halten.

Zusätzlich ist die Leistungsspezifikation von USB 3.1 Gen2, der korrekten Bezeichnung des Allrounder für Monitore, Daten, Ladefähigkeit und Audiosignale, nicht zwingend in einem Typ-C-Anschluss integriert. Steckertyp und Spezifikation der Schnittstellen gehen also nicht immer Hand in Hand.

Falls Dich USB-C konkret interessiert, musst Du Dich bei der Anschaffung über die vorliegenden Leistungsmerkmale detailliert informieren. Zwar ist Typ-C per Adapter mit dem größeren Typ-A-Standardstecker bisheriger USB-Generationen kompatibel, bietet dann natürlich nur noch einen stark eingeschränkten Leistungsumfang an und ist für viele neue Anwendungsgebiete nicht mehr zu gebrauchen.

  • SS oder auch SuperSpeed ist USB 3.1 Gen 1 (USB 3.0, 5 GBit/s)
  • SS+ oder auch SuperSpeed+ ist USB 3.1 Gen 2 (10 GBit/s)
  • SS+DP/SS+DP10 vereinigt Funktionen von USB 3.1 Gen 2 mit DisplayPort 1.3
  • Blitzsymbol integriert neben DisplayPort 1.3 und USB 3.1 Gen 2 auch Eigenarten von Thunderbolt 3
  • USB-PD garantiert die Auslegung für den Power-Delivery-Standard (100 Watt Ladungsstrom)

Welches Kabel liefert Dir 144 oder 240 Hz?

Auf einen Blick:

  • DisplayPort für 144 Hz in 4-8K – unterstützt Video- und Audiosignal
  • DVI wenn DP nicht verfügbar ist – unterstützt nur Videosignal
  • HDMI 2.0 wenn DisplayPort nicht verfügbar ist und Du 144 Hz inklusive Audiosignal über ein Kabel benötigst

Richtige Gamer wissen eine hohe Bildrate sehr zu schätzen. So manch glorreiche Siege sowie bittere Niederlagen werden von der Geschmeidigkeit der Darstellung auf dem Bildschirm abhängig gemacht. Neben dem Kabel selbst musst Du für 144 Hz bei der Bildwiedergabe auch auf die Leistung des Monitors und des Grafikkartenausgangs achten.

Zwar ermöglicht auch DVI-D (Dual-Link) und DisplayPort 1.0 diese flotten Bildraten, bleiben aber mit Full HD in puncto Pixelanzahl recht bescheiden. Der wahre Champion bei der Kombination von Auflösung und Frequenz bleibt nach wie vor der DisplayPort-Standard in seiner neuen Aufführung. Display Port 1.4 stellt die wohl optimale Lösung dar, sofern Du auf 4K in 144 Hz Deine Spiele genießen möchtest.

Der absolut neue Trend nach nativen 240 Hz ist vorerst wegen Bandbreitenproblemen an eine Auflösung in 1920 x 1080 Pixel gekettet. Als Ausgleich erwarten Dich jedoch extrem flüssige Bewegungsabläufe, wie Du sie zuvor kaum in Computerspielen gesehen hast.

Selbst bei schnellem Side-Scrolling bleiben Texte und feine Details gestochen scharf, was die Nutzung solcher Monitore besonders reizvoll erscheinen lässt. Unterstützung für DisplayPort 1.2 soll laut Herstellern für der Betrieb in 240 Hz ausreichen.

Ältere Grafikkarten besitzen häufig keinen DisplayPort-Anschluss. Hier macht der Griff nach derartigen Bildraten meist auch wenig Sinn, da die Rechenleistung der GPU einen zu stark limitierenden Faktor darstellt. In Ausnahmefällen bei älteren Spielen kann Sie Dir möglicherweise dennoch entsprechende FPS bescheren.

HDMI stößt aber im Gegensatz zu DVI-D bereits bei 120 Hz an seine Grenzen. Nur durch den aktuellen Stand HDMI 2.0 zieht die Technologie mit der digitalen DVI-Verwandtschaft in Full HD gleich.

Etwas undurchsichtiger wird es beim hochgepriesenen USB-C. Durch die unterschiedlichen Spezifikationen gibt es starke Schwankungen bei den Anschlüssen und Kabeln. Durch die erhöhte Transferrate sind kürzere Kabellängen notwendig, um Verluste der Signalqualität im Zaum zu halten.

Häufig sind daher kompatible Kabel ungefähr 1 Meter lang, während langsamere Probanden für das ältere USB 3.0/3.1 Gen1 Distanzen von mehreren Metern überbrücken können. Prinzipiell bleibt dies auch eine Frage der Abschirmung und Fertigungsgüte.

Ausnahmen sind in Zukunft denkbar, aber prinzipiell gilt: Halte Deine Augen auf bezüglich der Spezifikation von Kabeln und Anschlüssen. Exakte Leistungswerte für maximale Auflösung und Hz-Frequenzen fehlen häufig bei USB-C und Hersteller halten sich diesbezüglich derzeit bedeckt.

Da aber inzwischen Adapter für HDMI 2.0 mit Support für 4K in 60 Hz existieren, ist flüssiges Spielen auf 3840 x 2160 auch auf Bildschirmen ohne nativen USB-C-Anschluss durchaus realisierbar.

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